Wer nimmt am Junior Biologicum teil?

Das Junior Biologicum richtet sich an interessierte Schülerinnen und Schüler ab der 9. Schulstufe.

Das Junior Biologicum wurde von den Bildungsdirektionen der Bundesländer Oberösterreich, Niederösterreich und Steiermark zur schulbezogenen Veranstaltung erklärt. Die kostenlose Teilnahme gilt daher nicht als unentschuldigtes Fehlen.

Wo findet das Junior Biologicum statt?

Das Junior Biologicum findet im Veranstaltungszentrum im barocken Pfarrhof statt:

Kirchenplatz 3
4645 Grünau
Österreich

Vor etwa 150 Jahren erkannten Charles Darwin und Alfred Russell Wallace Selektion als Mechanismus der Evolution (“Survival of the fittest”). Im 20. Jahrhundert entdeckte man, dass diesem Mechanismus die Gene und deren Mutation (Veränderung des Genmaterials) zu Grunde liegen. Auf dieser Basis zeichnen neue Erkenntnisse ein immer differenzierteres Bild. Die moderne Epigenetik etwa zeigt, dass die Umwelt die Aktivität der Gene beeinflusst und sogar „erworbene Merkmale“ über Generationen „vererbt“ werden können. 

Charles Darwin gilt als Begründer der Evolutionstheorie, und das obwohl er strenggenommen nicht einmal Biologe war. Denn er studierte eigentlich Theologie, interessierte sich aber sehr für die Biologie und bildete sich während des Studiums in diesem Bereich weiter. Darwin kann also als Amateur oder Citizen Scientist bezeichnet werden, wenn auch mit sehr großem biologischem Wissen. Citizen Science bedeutet „Bürgerwissenschaft“ und bezeichnet die Beteiligung von interessierten Personen an der Forschung, und auch heute sind die Ergebnisse solcher Forschungsprojekte beeindruckend.

Im Junior Biologicum 2019 wird der Bogen von den Grundlagen der Evolution über neuere Erkenntnisse im Bereich Epigenetik und der Rolle vom Verhalten bis hin zu den heutigen Möglichkeiten und Vorteilen von Citizen Science für Gesellschaft, Wissenschaft und Bildung gespannt. All das ergibt letztendlich einen neuen, ziemlich frischen Blick auf uns selbst und auf das Leben im Allgemeinen, und es steigert das Interesse an der Forschung – als Citizen Scientist oder im Zuge einer wissenschaftlichen Karriere.  

Der Tag startet mit Impulsvorträgen, um einen Einblick in das Thema und in die jeweilige Herangehensweise, die aktuelle Forschung und die Ergebnisse der Vortragenden zu bekommen. Im anschließenden Science Café am Nachmittag gibt es die Möglichkeit, mit den ReferentInnen ins Gespräch zu kommen.

Eine Begrenzung der Teilnehmenden auf 120 Personen gewährleistet das persönliche Gespräch und einen optimalen Austausch. Die Kosten für die Anreise werden von uns refundiert.


Fakultät für Lebenswissenschaften